Autoren

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Volker Schlöndorff*
"Licht, Schatten und Bewegung".

Volker Schlöndorff Als junger Mann war er Assistent bei Jean-Pierre Melville und Louis Malle. Als Regisseur war er mit Günter Grass, Max Frisch, Heinrich Böll und Arthur Miller befreundet, deren Bücher er verfilmt hat; für seine "Blechtrommel" erhielt er den ersten deutschen Nachkriegs-"Oscar". Mit Faßbinder, Kluge, Herzog und Wenders bildete er jene Gruppe der Regisseure des jungen deutschen Films, die Opas Kino im Handstreich weggefegt hat. Seit vier Jahrzehnten gehört Volker Schlöndorff zu den wenigen deutschen Filmemachern, die Weltgeltung haben.


* gelesen von Hermann Treusch

Salah Naoura
"Das Geheimnis um Baldini".

Salah Naoura Salah Naoura, in Berlin geboren, studierte Germanistik und Skandinavistik in Berlin und Stockholm. Er arbeitet seit 1995 als freier Übersetzer und Autor und hat Bilderbücher und Erstlesebücher veröffentlicht. Seine Übersetzungen wurden mehrfach ausgezeichnet. Bisher erschienen u. a. "Konrad, Krax und das Zeichen der Zebrafrösche" und "Konrad, Krax und die telepathischen Tauben".


Edgar Allen Poe*
"Die Grube und das Pendel".

Edgar Allen Poe In Deutschland ist Edgar Allan Poe der meistgelesene amerikanische Klassiker - in Amerika bei weitem nicht. In der Zeit seines Lebens von 1809 - 1849 brachten fortschrittliche Ideen den Vereinigten Staaten gewaltige Zuwächse für Wirtschaft, Bevölkerung, Territorium und nicht zuletzt für das internationale Ansehen. Poe aber hielt Demokratie ganz unzeitgemäß für die Herrschaft des Mobs und Sklaverei für notwendig und moralisch unbedenklich. Als Poe mit vierzig Jahren an Leberzirrhose starb, hatte er seinem Genie zu keiner Zeit Bedingungen für gelassene Meisterschaft bereitstellen können. Den Begründer der Kriminalstory und des literarischen Grauens entdeckte die literarische Welt erst allmählich und in jedem Falle zu spät.


* gelesen von Regina Rudnick

Kurt Tucholsky*
"Unser ungelebtes Leben".

Kurt Tucholsky Kurt Tucholsky, wortsicherer Journalist der Weimarer Republik, polarisierte zu Lebzeiten und weit über seinen Tod hinaus. Sein Zitat "Soldaten sind Mörder" sorgt noch heute für geteilte Reaktionen. Tucholsky jedoch nur als politischen Journalisten zu sehen, greift zu kurz: Die meisten seiner Texte sind heiter und geprägt von einem speziellen Witz, der oft die herrschenden Gesellschaftsverhältnisse beschreibt und kommentiert.
Tucholskys oftmals lockerer und heiterer Stil steht in Kontrast zu seinem ruhelosen Leben. In Deutschland fühlte er sich nicht wohl, auch Paris war ihm nur vorübergehend eine Heimat. Tucholsky blieb sein Leben lang auf der Suche nach innerem Frieden und Geborgenheit, doch gesundheitliche und psychische Probleme zerstörten ihn langsam. Nach der Machtübernahme der Nazis 1933 gehörte Kurt Tucholsky zu den ersten, die ausgebürgert wurden.
Depressiv und schwerkrank beging Tucholsky 1935 im schwedischen Exil Selbstmord.


* gelesen von Manfred Eisner

Tanja Dückers
"Jonas und die Nachtgespenster".

Tanja Dückers Tanja Dückers wurde in Westberlin geboren. Sie studierte Nordamerikanistik, Germanistik und Kunstgeschichte. Neben Prosa und Lyrik schreibt sie Essays, Hörspiele und Theaterstücke. Sie erhielt zahlreiche Preise und Stipendien, die sie u. a. nach Kalifornien, Pennsylvania, Gotland, Barcelona, Prag und Krakau führten. Sie lebt in Berlin. Wichtigste Veröffentlichungen: "Spielzone" (Roman, 1999), "Café Brazil" (Erzählungen, 2001), "Luftpost. Gedichte Berlin-Barcelona" (Tropen Verlag 2001), "Himmelskörper" (Roman, 2003), "Stadt Land Krieg. Autoren der Gegenwart erzählen von der deutschen Vergangenheit" (Herausgabe mit Verena Carl, 2004) und "Der längste Tag des Jahres" (Roman, 2006).
Ihr Theaterstück/Performance, "Grüße aus Transnistrien" wurde unter der Regie von Isabel Raabe im Juni 2008 im HAU II (Berlin) uraufgeführt.


Miriam Kwalanda, Birgit Theresa Koch*
"Die Farbe meines Gesichts".

Birgit Theresa Koch ist Diplom-Psychologin und arbeitet als Systemische Therapeutin und Supervisorin in eigener Praxis in Eckernförde. Aus- und Fortbildungen in Systemischer Therapie, NLP, Traumkörperarbeit und Familien- und Organisationsaufstellungen. Seit Jahren bietet sie Herzenswunsch-Seminare für Männer und Frauen auf der Suche nach Liebe und Glück an.


* gelesen von Jürgen Tröster

Jürgen Roth
"Mafialand Deutschland".

Jürgen Roth Jürgen Roth ist einer der bekanntesten investigativen Journalisten in Deutschland. Seit 1971 veröffentlicht er brisante TV-Dokumentationen und erfolgreiche Bücher wie "Der Oligarch" (2001), "Netzwerke des Terrors" (2001) oder "Die Gangster aus dem Osten" (2003), "Ermitteln verboten!" (2004), "Der Deutschland-Clan" (2006) sowie gemeinsam mit Rainer Nübel und Rainer Fromm "Anklage unerwünscht! Korruption und Willkür in der deutschen Justiz" (2007).


Krikor A. Melikyan
"Damals, und ein Koffer".

Krikor A. Melikyan Krikor Melikyan, Schauspieler und Regieassistent, gehörte zum Ensemble des Schillertheaters unter Boleslav Barlog. Er gab 1967 sein Debüt in "Die Mission". Des Weiteren spielte er in "Alma Mater" (1969), "Die Bilder laufen" (1972), "Novembermond" (1985), "Orchideen des Wahnsinns" (1986) oder "Letzte Nachrichten" (1989).


Ina Rudolph
"Sommerkuss".

Ina Rudolph Ina Rudolph wurde in Brandenburg an der Havel geboren und wuchs in Berlin Mitte am Alex auf. Noch im Studium an der Schauspielschule „Ernst Busch“, und erstem Szenenstudium mit Jutta Wachowiak am Deutschen Theater, wird sie dort 1987 von der Fotografin Sybille Bergemann entdeckt. Sie beginnt nebenher eine Karriere als Fotomodel, die sie nach 1989 zunächst in München fortsetzt. Es folgen Reisen durch Australien, Amerika und Europa bis sie 1992 nach Paris geht. Nach Gesangsunterricht am Pariser Conservatorium kehrt sie nach Berlin zurück und studiert an der Musikhochschule „Hans Eisler.“ Mit der ARD Fernsehserie „In aller Freundschaft“ wird sie fürs Fernsehen entdeckt. 2002 wird ihre Tochter Pauline geboren. Schon kurz nach der Geburt steht sie wieder für „Tigeraugen“ vor der Kamera.
Mit einem Pianisten erarbeitet sie 2004 einen Softjazz-Abend und nimmt eine Demo CD auf. Es folgen fürs Fernsehen mehrere Projekte: "Familie Dr. Kleist“, "Hinter Gittern – Der Frauenknast", "Verliebt in Berlin" und "Inga Lindström: Sommertage am Lilja-See".


María Cecilia Barbetta
"Änderungsschneiderei Los Milagros".

María Cecilia Barbetta María Cecilia Barbetta wurde 1972 in Buenos Aires, Argentinien geboren, wo sie Deutsch als Fremdsprache studierte. Mit einem DAAD-Stipendium kam sie 1996 nach Berlin und blieb. Seit 2005 ist sie freie Autorin, 2007 bekam sie das Alfred-Döblin-Stipendium der Akademie der Künste und nahm an der renommierten Autorenwerkstatt Prosa des Literarischen Colloquiums Berlin teil. "Änderungsschneiderei Los Milagros" ist ihr erster Roman. María Cecilia Barbetta schreibt auf Deutsch.


Jürgen Tröster
"Samburukids".

Jürgen Tröster Jürgen Tröster absolvierte ein Studium der Kunstgeschichte, Philosophie und romanischen Literaturwissenschaft und schloss es mit einem Magisterexamen über Andy Warhol ab. Anfang der Achtziger Jahre drehte er zunächst eigene Filme, seitdem ist er überwiegend als Herstellungs- und Produktionsleiter sowie als Produzent tätig. Seine Arbeit führte ihn häufig nach Afrika, so z. B. bei Dreharbeiten zu Caroline Links Film "Nirgendwo in Afrika" oder "Die Weiße Massai" in Kenia.


Lienhard Wawrzyn
"Maxis Nächte".

Lienhard Wawrzyn Lienhard Wawrzyn, in Berlin geboren, hat Philosophie, Germanistik und Psychologie studiert. Nach seiner Promotion lehrte er an der TU Berlin, der Hochschule der Künste und der Universität Bremen und absolvierte die Filmakademie DFFB. Seither arbeitet er auch als Regisseur und Drehbuchautor.
Für seinen Dokumentarfilm „Menschen wie aus Glas“ (1982) erhielt er den Bundesfilmpreis und den internationalen Kritikerpreis FIPRESCI, sein Spielfilm „Der Blaue“(1994, u. a. mit Manfred Krug, Ulrich Mühe, Meret Becker) lief als deutscher Wettbewerbsbeitrag zur Berlinale. Er war Autor und Koautor verschiedener erfolgreicher „Tatort“-Folgen wie „Eiskalt“, „Der Duft des Geldes“ sowie „Der lange Arm des Zufalls“ und 2002 der „Stahlnetz“-Folge „Ausgelöscht“. Nach einigen Buchveröffentlichungen u. a. bei Wagenbach und Rowohlt erschien sein erster Roman „Rotbergs Lächeln“ im berlin.krimi.verlag. Der Autor lebt in Berlin.


Henri Sinan Sorgec
"Das Geheimnis von Guangzhou".

Henri Sinan Sorgec wurde 1995 in Berlin geboren. Als Sohn eines türkischstämmigen Vaters und einer deutschen Mutter ist er in beiden Kulturen zuhause. Schon als 7jähriger schreib er seine ersten eigenen Geschichten. Die Freinet-Schule in Brandenburg förderte seine erzählerische Begabung. Zur Zeit geht er in die 8. Klasse des Lilienthal-Gymnasiums in Berlin.


Kathrin Schmidt
"Du stirbst nicht".

Kathrin Schmidt Kathrin Schmidt, geboren in Gotha, arbeitete als Diplompsychologin, Redakteurin und Sozialwissenschaftlerin. Sie erhielt zahlreiche Preise, darunter den Leonce- und Lena-Preis 1993. Ihr 1998 erschienener Roman "Die Gunnar-Lennefsen-Expedition" wurde mit dem Förderpreis des Heimito-von-Doderer-Preises und dem Preis des Landes Kärnten beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb 1998 ausgezeichnet. Sie lebt in Berlin.
Bisherige Veröffentlichungen: "Poesiealbum", Gedichte, 1982. "Ein Engel fliegt durch die Tapetenfabrik", Gedichte, 1987. "Flußbild mit Engel", Gedichte, 1995. "Die Gunnar-Lennefsen-Expedition", Roman, 1998. "GO-IN der Belladonnen", Gedichte, 2000. "Koenigs Kinder", Roman, 2002, "Seebachs schwarze Katzen", Roman, 2005.


Esther Kinsky
"Sommerfrische".

Esther Kinsky Esther Kinsky, geb.in Engelskirchen, studierte Slawistik und Anglistik in Bonn und Toronto. Sie lebte viele Jahre in London und Ungarn, seit 2008 in Berlin. Seit 1987 arbeitet sie als Übersetzerin wissenschaftlicher und literarischer Texte aus dem Polnischen, Englischen und Russischen. "Sommerfrische" ist ihr erster Roman.


Kathrin Gerlof
"Teuermanns Schweigen".

Kathrin Gerlof Kathrin Gerlof begann als Journalistin und leitet heute ein Medienbüro in Berlin. Der Roman "Teuermanns Schweigen" ist ihr viel beachtetes literarisches Debüt.


Bernd Polster, Askan Quittenbaum (Hrsg.)
"bauhaus design".

Bernd Polster, Askan Quittenbaum (Hrsg.) Bernd Polster (Foto), der Idee und Konzept von "bauhaus design" entwickelte, ist einer der bekanntesten deutschen Design-Autoren. Einige der von ihm verantworteten Titel gelten mittlerweile als Standardwerke, darunter das DuMont Handbuch "Design International" und "Wohndesign Deutschland". Die Klassiker".
Askan Quittenbaum leitet das Auktionshaus Quittenbaum in München, das auf Angewandte Kunst des 20. Jahrhunderts spezialisiert ist.


Markus Orths*
"Das Zimmermädchen".

Markus Orths Markus Orths, geboren 1969, studierte Philosophie, Romanistik und Englisch. Er arbeitete als Englisch-Lehrer, bevor er beschloß, sich auf das Schreiben zu konzentrieren. Neben zahlreichen Preisen und Stipendien, u.a. des Literarischen Colloquiums Berlin, erhielt er zuletzt den Förderpreis des Landes NRW für junge Künstlerinnen und Künstler, den Limburg-Preis des Kunstvereins Bad Dürkheim sowie den Goldenen Lorbeer für den besten historischen Roman 2006. Für Erzählungen aus "Fluchtversuche" wurde ihm 2006 das Heinrich-Heine-Stipendium zugesprochen.


* gelesen von Elisabeth Degen

Hans-Joachim Neubauer*
"Fama. Eine Geschichte des Gerüchts".

Hans-Joachim Neubauer Hans-Joachim Neubauer, ist Buchautor, Journalist und Literaturwissenschaftler. Er arbeitet als Korrespondent des Rheinischen Merkur in Berlin. Sein Buch "Fama", das lange vergriffene Standardwerk zum Thema, wurde in fünf Sprachen übersetzt und für diese Neuausgabe durchgesehen, erweitert und aktualisiert.


* gelesen von Meike Schlüter

Günter Grass, Uwe Johnsen*
"Uwe Johnson, Anna Grass, Günter Grass: Der Briefwechsel".

Günter Grass, Uwe Johnsen Uwe Johnson, geboren in Cammin/Pommern, aufgewachsen in Mecklenburg-Vorpommern, studierte Germanistik bei Hans Mayer an der Universität Leipzig. Mit der Veröffentlichung seines Romans "Mutmassungen über Jakob", "zieht" Johnson nach Westberlin "um". Die Kritiker geben ihm den Namen "Dichter beider Deutschland". Von 1966 – 1968 lebt Uwe Johnson in New York, dort entstehen die ersten Zeilen der "Jahrestage. Aus dem Leben von Gesine Cresspahl", seinem vierbändigen Hauptwerk. 1974 zieht Uwe Johnson nach Sheerness-on Sea in der englischen Grafschaft Kent an der Themsemündung, wo er am 22. oder 23. Februar 1984 stirbt.

Günter Grass, in Danzig geboren, wurde nach Ausbildung als Bildhauer und Grafiker freier Schriftsteller. Sein Werk gehört zur Weltliteratur. Nach zahlreichen internationalen Ehrungen wurde Grass 1999 mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet.

(li. Uwe Johnson, mi. Karl Schiller, r. Günter Grass)


* gelesen von Christoph Schlemmer

Christopher Kloeble
"Unter Einzelgängern".

Christopher Kloeble Christopher Kloeble, geboren 1982 in München, wuchs im oberbayerischen Königsdorf auf und stand als Mitglied des Tölzer Knabenchors auf vielen europäischen Bühnen. Er studierte in München, Dublin und am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Er schrieb für die „Süddeutsche Zeitung“, veröffentlichte Kurzgeschichten in Anthologien, schreibt Drehbücher und erhielt zahlreiche Stipendien. Sein Debütroman „Unter Einzelgängern“ wurde mit dem Jürgen-Ponto-Preis 2008 ausgezeichnet. Der Autor lebt heute in Berlin.


Bernd Cailloux
"Der gelernte Berliner".

Bernd Cailloux Bernd Cailloux wuchs in Niedersachsen auf. Nach dem Besuch eines Gymnasiums absolvierte er ein zweijähriges Volontariat und eine Ausbildung zum Redakteur in Bremen und Düsseldorf. Anschließend übte er verschiedene Tätigkeiten aus. Seit 1977 lebt er als freier Schriftsteller in Berlin. 1994 nahm er am Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt teil. Er ist Verfasser von Romanen, Erzählungen, Essays, Rundfunkfeatures und Hörspielen. Bernd Cailloux erhielt u.a. 1988 das Alfred-Döblin-Stipendium, 1998 ein Stipendium des Autorenförderungsprogramms der Stiftung Niedersachsen sowie 2003 ein Stipendium des Künstlerhauses Edenkoben. Er veröffentlichte zuletzt: "german writing". Erzählungen, 2006, "Das Geschäftsjahr 1968/69". Roman, 2005.


Jes Petersen*
"Jes Petersens wundersame Reise".

Jes Petersen Das Leben des Verlegers und Galeristen Jes Petersen (1936-2006) ist geprägt durch Skandale und abenteuerliche Verwicklungen. In Flensburg geboren als Sohn eines Großbauern, entdeckt er die Gegenwelten von Kunst und Literatur. In Glücksburg gründete er den Verlag Petersen Press, in dem er Bücher u.a. von Raoul Hausmann und Franz Jung herausbrachte. Als Petersen 1962 das ursprünglich 1897 erschienene Buch "Das Liebeskonzil" von Oskar Panizza neu herausgab, wurde das Buch auf den Index gesetzt und Petersen wegen angeblicher Verbreitung pornografischer Schriften der Prozess gemacht. In Berlin arbeitete Petersen als Assistent des Malers Friedrich Schröder-Sonnenstern. 1977 eröffnete er in der Pestalozzistraße seine Galerie, in der er die Werke vieler junger, noch wenig bekannter Künstler ausstellte, darunter Martin Kippenberger und Dorothy Iannone. Ab 1987 war er auch wieder als Verleger tätig und brachte u.a. Bücher von Aleister Crowley heraus. In den 1990er Jahren wurde ihm wegen Kokainhandels der Prozess gemacht; Petersen wurde zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt.


* gelesen von Andreas Hansen

Robert Seethaler
"Die weiteren Aussichten".

Robert Seethaler Robert Seethaler wurde 2007 für seinen Roman "Die Biene und der Kurt" mit dem Debütpreis des Buddenbrookhauses ausgezeichnet. 2008 erhält er das Alfred-Döblin-Stipendium der Akademie der Künste. Gerade wurde Seethalers Drehbuch "Die zweite Frau" mit Monica Bleibtreu und Matthias Brandt in den Hauptrollen verfilmt. Robert Seethaler lebt und schreibt in Berlin und Wien.


Clemens Füsers
"Punchline".

Clemens Füsers Clemens Füsers, in Viersen am Niederrhein geboren, war zunächst Fachpfleger für Geistes- und Nervenkranke, bevor er Anglistik und Romanistik an der Technischen Universität Berlin studierte. Seit 1987 ist er als Journalist, Autor, Schauspieler und Regisseur für Film und Fernsehen tätig. 1989 drehte er den Boxerfilm "Chicago 6 X 6", in dem Bubi Scholz eine Gastrolle spielte; nach dem Filmtitel wurde auch sein Prosabuch-Debüt Chicago "sechs mal sechs" benannt. In den 90er Jahren entstanden zahlreiche Features, Reportagen, Glossen, Sketche und Kurzfilme für diverse Fernsehsender. Seit 1996 ist er Mitglied im Verband Deutscher Drehbuchautoren (VDD). 2002 erhielt er für sein 2003 in Bonn uraufgeführtes Stück Hauptstädter den „Emscher Dramapreis“ und 2004 den Preis „Drama X“. Füsers lebt in Berlin.


Bommi Baumann
"Rausch und Terror".

Bommi Baumann Bommi Baumann, Ex-Terrorist, gehörte in den 70er-Jahren zu den Gründern der Bewegung 2. Juni. Heute trinkt er nur noch Kräutertee und raucht Mentholzigaretten.

Co-Autor Christof Meueler

studierte Soziologie und Philosophie in Darmstadt "bei traurigen Marxisten" (Diedrich Diederichsen). War in kommunistischen Kleingruppen und größenwahnsinnigen Künstlerkreisen (was im Prinzip dasselbe ist) aktiv. Gab Ende der 80er Jahre ein Punk-Fanzine heraus, organisierte in den 90ern Techno-Parties und war immer schlecht in Sport. Seit 1997 Feuilleton-Redakteur der "jungen Welt". Lebt da, wo Ostberlin noch Ostberlin ist.

(Auf dem Foto Bommi Baumann)


Daniil Charms*
"Zwischenfälle".

Daniil Charms Charms, vom englischen "Charme" - Zauber, bezaubernd - hieß eigentlich Daniil Ivanovic Juvacev. Er wurde 1905 in St. Petersburg geboren und starb 1942 während der Blockade im Gefängnis in Leningrad. Er besuchte das deutsche Realgymnasium. 1927 gründete er mit seinen Freunden, unter anderen den Dichtern Konstantin Vaginov und Aleksander Vvedenskij, in Leningrad die Avantgarde-Gruppe "Oberiu" (Vereinigung der Realen Kunst), die 1930 verboten wurde. Er gilt als der russische Meister des Absurden, noch vor Ionesco und Beckett.


* gelesen von Frank Augustin

Arno Schmidt und Walter Benjamin*
"Traumflausn" und "Träume".

Arno Schmidt und Walter Benjamin Arno Schmidt (1914-1979) verbrachte seine Kindheit in Hamburg-Hamm. Er lernte schon mit drei oder vier Jahren lesen. Zu seinen ersten Leseerlebnissen gehörten die Romane von Jules Verne. 1937 heiratete Schmidt Alice Murawski (1916–1983), die an zahlreichen literarischen Projekten mitarbeitete. 1958 zog das Ehepaar nach Bargfeld in Niedersachsen, dem letzten Wohnort des Dichters, den er nur selten verließ. Nach mehrjährigen Vorarbeiten veröffentlichte Schmidt 1970 das Hauptwerk "Zettels Traum". 1973 erhielt Schmidt den Goethepreis der Stadt Frankfurt am Main. Schmidt gehört heute zu den Klassikern der Moderne.

Walter Benjamin (1892-1940) in Berlin-Charlottenburg geboren, studierte in Freiburg, Berlin, München und Bern Philosophie. In Frankfurt lernte er Theodor Adorno kennen. Die Machtübernahme der Nationalsozialisten zwingt Benjamin, 1933 nach Paris ins Exil zu gehen. Er arbeitet am "Passagen-Werk" und verfasst den Aufsatz "Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit". Beim vergeblichen Versuch über die Grenze nach Spanien zu gelangen, nimmt er sich Im Grenzort Portbou, wo er die Auslieferung an die Deutschen unmittelbar bevorstehen sieht, 1940 das Leben.


* gelesen von Manfred Eisner

Else Ury*
"Nesthäkchen und ihre Puppen", "Nesthäkchens erstes Schuljahr".

Else Ury Else Ury (1877-1943) war Schriftstellerin und Kinderbuchautorin. Ihre bekannteste Figur ist die blonde Arzttochter Annemarie Braun, deren Leben sie in den insgesamt zehn Bänden der Reihe Nesthäkchen erzählt. Auch in ihren weiteren Büchern vertrat sie überwiegend ein traditionell bürgerliches Familien- und Frauenbild. Else Ury, die als Tochter aus großbürgerlichem Haus nie einen Beruf erlernt hatte, war eine der erfolgreichsten Kinderbuchautorinnen ihrer Zeit, ihre Bücher erlangten Millionenauflage. Nach 1933 erhielt Else Ury als Jüdin Berufsverbot, 1943 wurde sie nach Ausschwitz deportiert und ermordet. 1995 wurde Else Urys alter Koffer, versehen mit einem Kofferband, auf dem ihr Name verzeichnet war, im ehemaligen KZ Auschwitz entdeckt. Der Koffer wird heute im Museum Auschwitz verwahrt.

Else Ury lebte viele Jahre in Berlin-Charlottenburg. Nach ihr ist der Else-Ury-Bogen am Savignyplatz benannt, an ihrem Wohnhaus in der Kantstraße erinnert eine Tafel an die Schriftstellerin. Direkt gegenüber im Pflegeheim LebensWerk wird im Rahmen von "Charlottenburg liest" aus den Nesthäkchen-Büchern gelesen.


* gelesen von Petra Ch. Wolf

Erich Kästner*
"Emil und die Detektive".

Erich Kästner Erich Kästner (1899 Dresden – 1974 München) war Schriftsteller, Drehbuchautor und Kabarettist. Berühmt wurde er durch seine humorvollen, scharfsinnigen Kinderbücher. Kästners Vater war Sattlermeister, seine Mutter Dienstmädchen, später Friseurin. Die Ausbildung zum Volksschullehrer brach Kästner ab, er machte nach dem Militärdienst und dem Ersten Weltkrieg das Abitur nach und studierte Geschichte, Philosophie, Germanistik und Theaterwissenschaften. Seit seiner Studienzeit arbeitete er als Journalist und Theaterkritiker. Bereits früh schrieb er kleine Geschichten für Kinder. Er blieb während der Nazi-Zeit in Deutschland, seine Bücher wurde verbrannt, er durfte nicht mehr veröffentlichen. Seine Bücher erschienen in der Schweiz und er schrieb unter Pseudonym. Nach dem Krieg widmete sich Kästner mehr dem politischen Kabarett.


* gelesen von Inga Busch

Bernd Harder
"Der Bond Appeal".

Bernd Harder Bernd Harder, geboren 1966, ist seit seinem Studium der politischen Wissenschaften als Journalist und Sachbuchautor tätig. Seit seinem elften Lebensjahr reizten ihn der Mythos um den Geheimagenten und die Faszination, die James Bond auf so viele Menschen ausübt.


Friedrich Rothe
"Harry Graf Kessler".

Friedrich Rothe Dr. Friedrich Rothe, geboren 1939 in Duisburg, studierte Literaturwissenschaft und Philosophie. Er lehrte dreißig Jahre an der FU Berlin und leitet heute die Galerie am Savignyplatz in Berlin. Er publizierte über Frank Wedekinds Dramen, die Geschichte der deutschen Literatur sowie Arthur Schnitzler und Adele Sandrock. 2003 erschien seine Karl Kraus-Biographie.


David Wagner
"Spricht das Kind".

David Wagner David Wagner, geboren 1971 in Andernach, lebt in Berlin. Er war Mitarbeiter der FAZ, der Zeit und der Berliner Zeitung. Aufenthalte, Vorträge und Seminare in den USA, in Bukarest, Montreal und Besançon. Sein Roman "Meine nachtblaue Hose" erschien 2000, "Was alles fehlt. Zwölf Geschichten" 2002.


Klaus Schmeh
"Versteckte Botschaften".

Klaus Schmeh Klaus Schmeh, Jahrgang 1970, ist Informatiker mit Schwerpunkt Verschlüsselungstechnik und Codes sowie erfolgreicher Sachbuchautor. Er hat bis heute 15 Bücher und etwa 130 Artikel veröffentlicht. Klaus Schmehs Stärke ist es, komplexe Themen dem Leser verständlich und spannend nahe zu bringen.


Katrin Hummel
"Gute Nacht, Liebster".

Katrin Hummel Katrin Hummel, geboren 1968 in Ulm, studierte in Straßburg und Freiburg i.Br. die Fächer Französisch, Geographie und Englisch. Sie besuchte die Berliner Journalistenschule und arbeitet seit mehreren Jahren als Redakteurin bei der FAZ.
Katrin Hummel ist verheiratet und hat zwei Kinder.


Grit Poppe
"Anderswelt".

Grit Poppe Grit Poppe, 1964 in Boltenhagen an der Ostsee geboren, machte erst eine Lehre zum "Facharbeiter für Schreibtechnik", studierte dann in Leipzig am Literaturinstitut. 1989-1992 war sie Landesgeschäftsführerin für Brandenburg von "Demokratie Jetzt". Neben vielen Beiträgen in Anthologien erschienen 1989 der Erzählungsband "Der Fluch" und 1998 ihr erster, hoch gelobter Roman "Andere Umstände". Grit Poppe schreibt Bücher für Kinder und Erwachsene. Sie wohnt in Potsdam und hat zwei Kinder.


Walter Aue*
"Stunden mit Zappa".

Walter Aue Dem Stammbaum nach gehört Walter Aue zu den literarischen Außenseitern und professionellen Grenzüberschreitern der kulturellen Szene.
Eckart Britsch

Walter Aue wurde 1930 in Schönbach, Tschechoslowakei, geboren. Er war Designer und Verlagslektor, seit 1967 ist er freier Schriftsteller und Kunsthistoriker. Er lebt heute in Berlin und Strodehne/Brandenburg. Walter Aue ist Verfasser von erzählender und essayistischer Prosa, Gedichten und Hörspielen. Als Radiojournalist hat er über hundert Features über Schriftsteller in aller Welt verfasst. Er erhielt u.a. den Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen, ein Stipendium der Villa Massimo und ein Alfred-Döblin-Stipendium.


* gelesen von Wolfgang Unterzaucher

Jörn E. Runge
"Olga Desmond".

Jörn E. Runge Jörn E. Runge, Jahrgang 1966, ist Jurist, arbeitete als Journalist und ist heute als Verlegsleiter, Kurator und Schriftsteller tätig. 2008 ist sein Lyrik-Band "Saures geben" erschienen. In "Olga Desmond - Preußens nackte Venus" hat er erstmals das abenteuerliche Leben dieser Tanzpionierin nachgezeichnet.


Jules Verne*
"In 80 Tagen um die Welt".

Jules Verne Jules Gabriel Verne (1828 – 1905) gilt als der Erfinder des Science-Fiction-Romans. Er selbst bezeichnete seine Werke allerdings als "wissenschaftlich belehrende Romane". Jules Verne studierte zunächst Jura, um die väterliche Anwaltspraxis zu übernehmen, begann aber schon früh mit dem Scheiben. Schon sein erster erzählender Text handelte von der Seefahrt und dem Reisen, ein Thema, dass ihn nie mehr los ließ. Nach u.a. "Reise zum Mittelpunkt" der Erde (1864) und "20.000 Meilen unter dem Meer" (1870) erschien 1873 "In 80 Tagen um die Welt", das Vernes auflagenstärkstes Buch werden sollte.


* gelesen von Robert Stadlober

Pieke Biermann
"Der Asphalt unter Berlin".

Pieke Biermann Pieke Biermann ist Jahrgang 1950, sie studierte Deutsche Literatur, Anglistik und Politik in Hannover. Seit 1976 lebt sie in (West-)Berlin. Sie ist Journalistin, Schriftstellerin und Übersetzerin (Italienisch, Englisch) oder nach Eigenbekunden "seit 1982 im freien gemischten Schreibwarenhandel" tätig. Pieke Biermann hat bisher vier Romane, drei Bände mit Kurzgeschichten und Feuilletons sowie zuletzt den Band mit einer Auswahl der Kriminalreportagen aus dem Berliner Tagesspiegel veröffentlicht. Mehrere ihrer Bücher sind mit dem Deutschen Krimi-Preis ausgezeichnet worden.


Gisela Breitling
"Häuserfluchten und andere Umwege".

Gisela Breitling, geboren in Berlin, ist Malerin und Autorin. 1962 – 68 Studium an der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste Berlin, Meisterschülerin. Ab 1958 Gruppen- und Einzelausstellungen in Deutschland, im europäischen Ausland, in USA und Israel. Werke in Museen in Deutschland, Österreich, Englang und in USA. Seit 1980 Textveröffentlichungen in Zeitungen, Zeitschriften und Anthologien. Buchveröffentlichungen: Die Spuren des Schiffs in den Wellen (1980), Der verborgene Eros, Aufsätze (1990); Essays erschienen auch in Italien, Frankreich, England, Spanien, Südamerika und den USA. Mitherausgeberin von Vergessene Frauen, Jubiläumsband der Gedok 2006 (darin die Beiträge über die Malerinnen Elisabetta Sirani, Gerda Rotermund und Luise Rösler). Mitbegründerin des Verborgenen Museums.


Fadi Saad
"Der große Bruder von Neukölln".

Fadi Saad Fadi Saad, 1979 in Berlin geboren und im Wedding aufgewachsen, ist Bürokaufmann und arbeitet heute als Quartiersmanager im Neuköllner-Körnerkiez. Die "Kurve" kriegte das Gang-Mitglied nach eigenem Bekunden durch seine Verurteilung zu Jugendarrest. Danach machte er die Schule zu Ende, absolvierte erfolgreich seine Lehre als Kaufmann und arbeite danach auch zunächst in diesem Beruf. Aber der Kontakt zu Menschen, die Arbeit mit Jugendlichen und deren Familien wurde für ihn immer wichtiger. Er arbeitete als Jugendbetreuer im Jugendfreizeitheimen und Schulen.
Fadi Saad ist verheiratet und hat zwei Kinder.


Gaby Barg
"Schuhtick? Ich doch nicht!".

Gaby Barg Gaby Barg, 1959 in Bitburg geboren, lebt als Schriftstellerin, Lektorin und Texterin in Oberfranken bei Kulmbach. Sie ist Schriftstellerin, Texterin und Lektorin.
Zum großen Entsetzen ihres Mannes hat sie nicht einmal 5 Minuten gebraucht, um die schlechten Angewohnheiten der Männer für ihr Buch aufzulisten, aber viele Wochen, die nicht ganz so guten Angewohnheiten der Frauen zusammenzutragen.


Thomas Fuchs
"Leben 2.0".

Thomas Fuchs Thomas Fuchs, 1964 in Kassel geboren, studierte Geschichte und Politik. Neben Kinder- und Jugendbüchern schreibt er Hörspiele, auch mit Kindern. Er moderiert Kindersendungen, arbeitet als Radiojournalist und war bis 1999 Kinderfunkredakteur beim DeutschlandRadio Berlin. Heute ist er froh, wieder richtig Zeit für seine Bücher zu haben. Thomas Fuchs lebt mit seiner Familie in Berlin.


Gerald Hagemann
"Mord bei Pooh Corner".

Gerald Hagemann Gerald Hagemann, Jahrgang 1971, lebt in Lemgo. Er ist Goldschmiedemeister und fertigt Zauberrequisiten u.a. für namhafte Zauberkünstler an, darunter Siegfried und Roy. Seit seinem 16. Lebensjahr beschäftigt er sich mit der britischen Kriminalgeschichte; regelmäßig führt er deutsche Touristen auf den Spuren Jack the Rippers durch London. Der Autor ist Mitglied im »Cloak & Dagger Club«, einer Londoner Vereinigung, die sich die Untersuchung aller Aspekte der Jack-the-Ripper-Morde auf ihre Fahnen geschrieben hat. Er hat zwei Sachbücher geschrieben: London von Scotland Yard bis Jack the Ripper (2000) und Tatort Großbritannien (2002). In der Dorothy-Marley Reihe sind bisher erschienen Dem Tod geweiht (2006) und Mord bei Pooh Corner (2008).


Christoph D. Brumme
"Auf einem blauen Elefanten".

Christoph D. Brumme Christoph D. Brumme, 1962 in Wernigerode im Harz geboren, absolvierte eine Lehre als Eisenbahner, arbeitete am Theater Eisleben, studierte Philosophie und arbeitet seit 1991 freiberuflich als Schriftsteller und Essayist in Berlin.
Er ist bekannt für seine hohe, sprachökonomische Erzählkunst und seine genaue Beobachtungsgabe. Prägend für seine Romane ist das fast protokollartige Erzählen von Schlüsselmomenten. Es entsteht ein scheinbar objektives Erzählen, das aber gerade durch die Genauigkeit der Sprache beim Leser intensive Gefühle erzeugt. Sein Reisebericht "Auf einem blauen Elefanten" erzählt von seiner 2ten "Tour de Wolga": Mit dem Fahrrad ist er von Berlin an die Wolga und zurück gefahren.
Christoph D. Brumme ist Mitbegründer www.literaturfunk.de, einem Literaur-Portal, das in diesen Tagen ans Netz geganen ist.


Katrin Hummel
"Gute Nacht, Liebster".

Katrin Hummel Katrin Hummel, geboren 1968 in Ulm, studierte in Straßburg und Freiburg i.Br. die Fächer Französisch, Geographie und Englisch. Sie besuchte die Berliner Journalistenschule und arbeitet seit mehreren Jahren als Redakteurin bei der FAZ.
Katrin Hummel ist verheiratet und hat zwei Kinder.


Kostas Papanastasiou, Jannis Ritsos*
"Gedichte".

Kostas Papanastasiou, Jannis Ritsos Kostas Papanastasiou:
Architekt, Dozent, Schauspieler, Sänger, Dichter und seit fast 40 Jahren der Wirt vom Terzo Mondo: Kostas Papanastasiou ist 1937 in Thessalien/Griechenland geboren, in den 70ger Jahren organisierte er mit Wader, Roski, Kittner, Hüsch und Degenhardt Auftritte gegen die Militärjunta in Griechenland und gegen Folter, politischen Terror und Verfolgung in der ganzen Welt. Bekannt geworden ist Kostas Papanastasiou durch Filme wie "Die Eroberung der Zitadelle" (B. Wicky), "Das Spinnennetz" (B. Wicky) und die Serie "Lindenstraße". Seit 1992 setzt er sich für aktive humanitäre Hilfe in Georgien ein und organisiert Hilfstransporte.

Jannis Ritsos (1909-1990):
"Le plus grand poète vivant" nannte ihn Aragon und er gilt als Inbegriff des politischen Dichters. Jannis Ritsos Bücher wurden von den Faschisten verbrannt, er war während des Bürgerkrieges jahrelang inhaftiert und auch während der Herrschaft der griechischen Militär-Junta wurde er auf die KZ-Inseln verbannt. Das veröffentlichte literarische Werk besteht überwiegend aus Gedichten und Prosastücken. Mikis Theodorakis hat viele Gedichte von Jannis Ritsos vertont.


* gelesen von Monika und Kostas Papanastasiou

Lars Hackl
"Die tödliche Herrschsucht des Hans Kruller".

Lars Hackl Lars Hackl wurde 1964 in Mannheim geboren. Er schreibt Gedichte, Psychothriller, Krimis und Romane. Noch sucht er einen Verlag für seine Werke. Im schnöden "Real"-Leben ist er Unternehmensberater und Coach.


Gaby Barg
"Aber ich hör dir doch zu!".

Gaby Barg


Arno Orzessek
"Drei Schritte von der Herrlichkeit".

Arno Orzessek Arno Orzessek, 1966 in Osnabrück geboren, hat Literaturwissenschaft, Philosophie und Kunstgeschichte in Köln studiert. Er ist Schriftsteller und Journalist (u.a. für Deutschlandradio Kultur und Deutschlandfunk).
Sein erster Roman "Schattauers Tochter" erschien 2005 und wurde mit dem Uwe Johnson Förderpreis ausgezeichnet. Im März 2008 folgte "Drei Schritte von der Herrlichkeit".


Johannes Schenk*
"Dorf unterm Wind".

Johannes Schenk Johannes Schenk, 1941-2006, war Matrose, Gärtner, Buchhändler und Theaterintendant. Als Schriftsteller schrieb er vor allem Theaterstücke und Lyrik. 1969 gründete er mit Freunden das Kreuzberger Straßentheater. Hier wurden viele seiner Stücke aufgeführt. Berühmt war auch das „Schenk'sche Sonntagscafé“ mit seinen literarischen Lesungen. Der Maler A.R. Penck trat in diesem Café mit seiner „Penck-Band“ auf, in seinem Buch „Fliegender Wechsel“ beschrieb Klaus Schlesinger das Café.
Seit den 90er Jahren lebte Johannes Schenk in Berlin und Worpswede, zusammen mit seiner Lebensgefährtin, der Malerin Natascha Ungeheuer.
Johannes Schenk war Mitglied des Internationalen PEN-Zentrums Deutschsprachiger Autoren im Ausland. 1979 war er Writer-in-Residence am Oberlin College in Oberlin (Ohio). Er erhielt u.a. ein Autorenstipendium der Stiftung Preußische Seehandlung und 1997 die Ehrengabe der Deutschen Schillerstiftung.


* gelesen von Wolfgang Unterzaucher

Nina Jäckle
"Sevilla".

Nina Jäckle Nina Jäckle, 1966 in Villingen-Schwenningen geboren, wuchs in Stuttgart auf, lernte zunächst Übersetzerin für Französisch. Sie lebte in Neuchatel, Paris, München, Hamburg, Wien, Rouen, Sevilla und immer wieder in Berlin. Nina Jäckle schreibt Prosa, Romane, Hörspiele und Theaterstücke. Auszeichnungen: u.a.Literaturstipendium des Landes Baden-Württemberg (2003), Karlsruher Hörspielpreis (2004), Heinrich Heine Stipendium Lüneburg (2007).


Max von der Grün*
"Männer in zweifacher Nacht".

Max von der Grün Max von der Grün wurde 1926 in Bayreuth geboren, lerngte Kaufmann, war Soldat und drei Jahre in amerikanischer Kriegsgefangenschaft. Er machte eine Umschulung als Maurer und arbeitete bis 1951 in diesem Beruf. Von 1951 bis 1954 war er als Hauer auf der Zeche Königsborn im Ruhrgebiet tätig. Nach einem schweren Unfall unter Tage wurde er zum Grubenlokführer ausgebildet. Diesen Beruf übte er bis 1963 aus.
1955 begann er mit dem Schreiben. In seinen Büchern beschäftigte sich Max von der Grün mit der Arbeitswelt und aktuellen politischen, privaten und sozialen Problemen. Er gilt als einer der wichtigsten deutschen Vertreter der Literatur der Arbeitswelt in der Nachkriegszeit. Zahlreiche Werke von ihm wurden verfilmt, z.B. Flächenbrand, Zwei Brief an Pospischiel, Irrlicht und Feuer.
Er lebte bis zu seinem Tod 2005 als freier Schriftsteller in Dortmund.


* gelesen von Christoph Schlemmer

Oskar Huth*
"Überlebenslauf".

Oskar Huth Was mir geholfen haben muss, durchzukommen, ist wohl, dass mich die Leute hinsichtlich meiner Nervenfestigkeit, meiner physischen Kraft und (wenn ich's mal ein bisschen eitel sagen darf) auch, was die Sache eines gewissen Witzes angeht, unterschätzt haben.
Oskar Huth

Oskar Huth (1918-1991) Orgelbauer, Maler, empfindsamer Schubert-Interpret - war über vier Jahrzehnte in Berliner Künstler- und Literatenkreisen geschätzt für seine treffend-skurrilen Wortprägungen. Er war ein Berliner Original und lebende Legende.


* gelesen von Alf Trenk

Charles Darwin*
"Die Fahrt der Beagle".

Charles Darwin Charles Darwin (1809-1882) interessierte sich schon als Kind für die Natur, beobachtete Vögel und sammelte Insekten. Er brach sein Medizinstudium ab und studierte Theologie. An der Universität beschäftigte er sich intensiv mit Studien der Biologie und Geologie. Fünf Jahre dauerte seine Fahrt mit der Beagle und bereits 1838 entwarf er seine Theorie der Anpassung an den Lebensraum durch Variation und natürliche Selektion und erklärte so die evolutive Entwicklung aller Organismen und ihre Aufspaltung in verschiedene Arten. Über 20 Jahre lang trug er Belege für diese Theorie zusammen, 1859 veröffentlichte er sein Hauptwerk „Die Entstehung der Arten“. Als Darwin am 19. April starb, hatte er mit seiner Evolutionstheorie das althergebrachte Weltbild aus den Angeln gehoben. Er wurde in der Westminster Abbey beigesetzt, zu Füßen des Monuments für Sir Isaac Newton.


* gelesen von Christoph Schmidt